Wanderungen rund um Limnionas (Samos-West)

Ohne Gewähr zusammengestellt von Raingard und Christian Körner Limnionas/Basel

Anregungen bitte an koerner@kabelbinningen.ch, letzte Korrektur Januar 2008

Limnionas: von gr. Limny = See, bezieht sich vermutlich auf eine ehemalige Brackwasserlagune dort wo heute die letzte Kurve der Strasse kurz vor dem Strand ist, andere meinen, die Anspielung auf "See" bezieht sich auf das oft spiegelglatte Meer in der Limnionasbucht

Die hier zusammengestellten Routen folgen nicht immer festen Wegen. Manchesmal sind die Wege zugewachsen oder verlieren sich im Gelände. Keine dieser Routen ist gefährlich. Trinkwasser gibt es nirgends. Zeitangaben sind nur reine, zügige Gehzeit.

(1) Richtung Klyma (fälschlich Klima), benannt nach der Weinrebe (Gehzeit 1 Stunde hin und zurück, 1.5 km gemütlich)

Man nimmt die Strasse von Limnionas nach Westen vorbei oberhalb "Apartments Katina" bis an den fernsten sichtbaren Punkt (FSP) der Makria Pounta Bucht. Kurz danach ist die Strasse gelegentlich unterbrochen (Mai 2004). Sollte sie offen sein, folgen weitere 1.5 km zu Andreas' Restaurant (Taverne am Ende der Welt) und danach zu zwei Buchten mit Blick zur Insel Fourni. Man kann vom FSP links einen kleinen Pfad zum Strand hinunter nehmen oder ein Stück die Halbinsel hinauswandern. Bei Fischer Alexis' Hunden vorbei kommt man auch zur kleinen Kirche Ag. Nikolaos (Seefahrer-Heiliger) unten am Felsstrand.

(2) Rundwanderung Limnionas - Agios Kyriaki - Limnionas (ca. 1.5 Stunden, 4 km)

30 m oberhalb des Hotels Limnionas Bay Fahrweg nach links nehmen, bevor dieser nach wenigen Metern mit einer Kurve bergab geht, zweigt rechts ein alter Fusspfad schräg hangauf Richtung West durch offenes Grasland ab. Diesem folgen, bis man die asphaltierte Strasse nach Ag. Kyriaki wieder erreicht (also ziemlich parallel zur Hauptstrasse). Diese Einmündung gut merken, falls man Wanderung 6 und 7 plant, dann gilt es in Gegenrichtung diesen Pfad zu finden. Am Dorfeingang von Ag. Kyriaki nach links abbiegen, an netten kleinen Häusern vorbei biegt der Fahrweg wieder in Richtung Limnionas. Diesem folgen, mit 2 Varianten:

a) nach ca. 800 m mündet von unten kommend ein mit einer Kette abgesperrter Schotterweg (wichtig für b). Diesen lässt man bei dieser Variante aber links liegen, nach der nächsten Kurve steigt man schräg Richtung Limnionas den Hang hinunter (der Fahrweg führt nicht nach Limnionas), durch die Olivenhaine. Es gibt Reste eines Pfades. Man kommt auf die neu ausgeschobene Trasse (Mai 2004) am Talgrund und ist in ca. 10 Minuten wieder am Strand.

b) man geht bis zur Einmündung der Schotterstrasse, die mit einer Kette verhängt ist. Diesem noch erkennbaren Fahrweg folgt man bis zu dessen Ende, wo man zu alten Gartenterrasen am Canyon-Rand kommt. Es gibt dort linker Hand versteckt unter Myrthen auch ein Wasserbecken. Man hält sich rechts dieser Terrassen und sucht etwa 50 m unterhalb das "Loch" in den Canyon hinunter. Unter Büschen, links an einer alten Mauer sind ein paar Trittsteine und dann steigt man in einen engen Felssteig hinein, der einzige Ein- und Ausgang aus dem Canyon. Der kurze Steig endet bei grossen Zypressen und Nussbäumen am Canyongrund. Dort sind auch die Quellschlösser, die Limnionas bis zur Eröffnung der Wasserleitung 2003 mit Wasser versorgten. Im Mai 04 wurde dort eine völlig sinnlose Strasse geschoben, die dem Tal etwas die ursprüngliche Romantik nimmt. Ihr folgend erreicht man in 10 Minuten den Strand. Man kommt hier an den ältesten Olivenbäumen vorbei. (s. Wanderung 3).

(3) Limnionas Canyon (1 km, Gehzeit 30 min hin und zurück)

Ein Ausflug der sich bei stürmischem Wetter lohnt. Einstieg 30 m vom Strand von Limnionas bei weissem Kiesweg mit kniehoher Betonziegel Eingrenzung, vorbei am Restaurant, quer durch den Olivenhain. Danach folgt man der 04 neu geschobenen Piste bis zum Ende. Dort ein schöner Bestand von spanischem Rohr, ein Riesengras. Der Bach führt bis Ende Mai Wasser (50 m nach den Quelldeckeln unter den Zypressen würde links an der Böschung der in Wanderung (2), Variante b beschriebene Felsensteig erreichbar sein, über den man den Canyon Richtung Ag. Kyriaki verlassen kann). Es empfielt sich, vom Ende des Fahrweges wieder etwa 150 m Richtung Limnionas zurück zu gehen und dann wild, links, der nördlichen Canyonwand zuzustreben. Es gibt einen Steig über eine offene Felsrippe auf eine grasige Fläche mit Olivenbäumen etwa 10 m über dem Canyongrund. Ohne Weg strebt man der Canoyn-wand zu und entdeckt dort erst im letzten Moment imposante Grotten. Die westlichste hat eine riesige Sintersäule (die Mittlere ist verrammelt und voll Ziegendreck). In diesen Grotten am alten Spülsaum des Meeres dürften schon seit Urzeiten Menschen Schutz gefunden haben. Man verlässt das Grottenniveau über die Wiesen und letztlich einen Fahrweg der oberhalb des Hotels Limnionas Bay zur Limnionas Strasse führt.

(4) Tsipiliki Halbinsel (Gehzeit 20 Minuten hin und zurück, 600 m)

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Die Halbinsel trennt Limnionas von der Makria Pounta Bucht. Am höchsten Punkt der Betonpiste nimmt man eine 60 m lange Stichstrasse und folgt dem blauen Schild. Ein Pfad führt bis auf die Kuppe mit herrlichem Rundblick. Dort war einst ein Dreschplatz wo Esel im Kreis gingen... Der Wind erlaubte es Spreu vom Weizen zu trennen. Alle terrassierten Hänge dienten ja bis vor 60 Jahren primär dem Getreideanbau. Leider wurde das Plateau 2007 zwecks Bauspekulation planiert, was dem Ort die besondere Note nimmt.

(5) Felsküste Limnionas Ost (1 km ab Katina, 30 min hin und zurück)

Man folgt dem Strand von Limnionas bis ans Ende hinter dem Strandrestaurant. über einige Treppen hoch, hinter einem blauen 3-stöckigen, meist unbewohnten Hotel erreicht man eine "goldgelbe" Weidefläche die im Oktober von blühenden Meerzwiebeln übersät ist. Durch niedrigen Busch erreicht der Pfad eine spezielle Gesteinszone: Was wie Schotter aussieht, ist hart gebackener Konglomerat. Sportliche können absteigen und eine grosse Grotte erreichen. Die weite Ebene bietet den schönsten Blick auf das Kerkis-Massiv. Besonders knapp vor Sonnenuntergang zu empfehlen. Diese Wanderung kann ausgedehnt werden: Man quert die grosse Freifläche nach Osten bis zu einem Fahrweg. Nach oben kommt man zur Hauptstrasse (nach Limnionas zurück), nach unten führt der Fahrweg an dem neuerdings ein Tor angebracht ist, in einen tiefen Graben mit Kiesbucht am Meer (siehe Wanderung 11).

(6) Rundwanderung Makria Pounta - Patniotes - Korkinovrachos - Ag. Kyriaki (3 Stunden, ca. 8 km, ca. 200 Höhenmeter bergauf)

Zunächst wie (1) bis FSP. Dann weiter 1.5 km bis zum Restaurant von Andreas Kohli ("Ende der Welt"). 100 m nach dem Restaurant kommt von oben die 2003 neu errichtete Schotterpiste auf der man bis Ag. Kyriaki geht (siehe Varianten 7a und 7b ab dem Höhenrücken). Man nähert sich dem Dorf von der Kirchen/Friedhof-Seite. Weiter hinunter durch enge Gassen, bis zur Hauptstrasse. Für den Rückweg nach Limnionas gibt es 3 Varianten. (a) und (b) siehe Wanderung 2, (c) auf der asphaltierten Hauptstrasse.

(7) Rundwanderung Makria Pounta - Ag. Kyriaki - Limnionas (2.5 Stunden, ca. 5 km, ca. 200 Höhenmeter bergauf)

Man beginnt wie (1). Beim letzten (trockenen) Bachgraben bevor die Strasse hinaus zum FSP biegt, steht oben das weiss-blaue Häuschen mit Holzvorbau "Manola", benannt nach der einst einzigen verlässlichen Quelle der Region (heute kaum Wasser und verdreckte Fassung). Die Quelle ist hinter dem Haus, von dort führt ein guter Steig bis auf einen 2004 neu geschobenen Fahrweg an einem Sattel mit herrlichem Rundblick und einer Ruine, 30m oberhalb noch 2 Ruinen. Reste eines Pfades ziehen von dort auf dem Rücken hoch in ca 15 min. bis zur Schotterstrasse nach Ag. Kyriaki (man sieht riesige Felsklötze lange bevor man die Piste unter ihnen erkennt). Diesem Fahrweg folgt man nach N (rechts). Nach etwa 500 m gabelt sich der Fahrweg auf einem weitläufigen Höhenrücken.

(7a) Besser, aber etwas länger als 7b (s.u.), am Höhenrücken links, zunächst bergauf, einer neuen Trasse (ca. 2003) folgend, zu pedantisch gepflegten Olivenhainen, dann zu einer Landwirtschaftsfläche mit Doppelhaus (zwei auffällige Blechkamine). Kurz danach geht die Strasse steil nach links bergab und erreicht wieder Olivenhaine. Man nimmt dann den ersten Fahrweg rechts, neben hohen Säulenzypressen, der zu einer Gartenfläche mit Haus führt. 20 m danach eine grosse Ruine. Vor dieser links bergab führt ein alter Eselsteig, anfangs begehbar, dann zugewachsen. Man folgt dem Gestrüpprand bis der Pfad wieder frei ist. Im Zweifel rechts halten, bis man den neu geschobenen Fahrweg erreicht. 50 m nach S wird unter der Böschung der alte Eselsweg sichtbar (Steinmännchen). Der nach S ziehende Pfad geht durch dichtes Gestrüpp (1986 Feuer) bis er am Talboden, nahe der für die Region so bedeutenden Quelle, einen Fahrweg erreicht. Fruchtbaren aber vielfach verwilderten Gärten folgend nähert man sich Ag. Kyriaki (Sonntagsdorf/Dorf des "Herren", eine der ältesten Siedlung von SW-Samos) mit riesigen Platanen und Nussbäumen. Ab dem Dorf wie Wanderung 2 oder auf der asphaltierten Hauptstrasse nach Limnionas.

(7b) Am Höhenrücken nicht links, sondern gerade aus leicht bergab führt eine eher "brutale" neue Piste (2004/5) die den alten Eselspfad zerstörte, der kürzeste Weg nach Ag. Kyriaki. Sobald die Strasse eben wird, nach oben erwähntem Steinmännchen und Pfad unter der Böschung Ausschau halten.

(8) Das "Verborgene" Tal (3 km 1.5 Stunden Gehzeit, 300 Höhenmeter)

Blickt man von Limnionas zum Kerkis erkennt man direkt unter den steilen Felsflanken ein Waldstück. An dessen rechtem unteren Eck beginnt ein rechts hochziehendes verborgenes Tal hinter einer Felsrippe. Man geht zunächst die Limnionasstrasse bis zur Hauptstrasse hoch. Genau an der Strasseneinmündung gibt es auf der anderen Strassenseite einen Schotterweg (der aber nicht weit führt; Doukissa Apartments ist 20 m weiter rechts). Man folgt der Schotterstrasse und dann in Fall-Linie einem kleinen Pfad am Rand des Buschwerkes, quert nach 50 m eine Schotterstrasse und erreicht nach 200 m wieder eine, und zwar gabelt sich diese an der Stelle wo man sie erreicht. Man folgt geradeaus (Richtung Kerkis, NICHT rechts) dem Ast, der bergab in einen Canyon führt. An wilden Mülldeponien vorbei und dann auf einem steil rechts hochziehenden Schotterpfad. Diesem folgt man bis auf die Hochfläche, über die sich ein Pfad in gleicher Richtung weiter sanft hochzieht bis man wieder auf einen Fahrweg kommt. Dieser führt einen (zunächst links hochziehend) zur Einmündung in einen Fahrweg (den obersten) dem man nach rechts folgt bis zum Anfang des verborgenen Tales (der Fahrweg geht nach einiger Zeit in einen Saumpfad über, der dann wieder in einen weiteren Fahrweg mündet). An einer Innenkurve sollte ca. 2 m über der Strasse ein Steinmännchen stehen, am Anfang des unscheinbaren Pfades. Im verborgenen Tal ergibt sich dann der Pfad von selbst, manchmal gibt es Steinmännchen. Man durchquert den Rest der einzige "richtige" Macchia der Gegend mit hohen rot-borkigen Erdbeerbäumen (leider wurden die grössten 2006 umgeschnitten um ein paar Oliven Licht zu geben). Nach etlichen flachen Steinterrassen erreicht man vor dichterem Föhrenwald rechts am Hang einen Steig der steil auf die Felsrippe hochführt, die das Tal verdeckt. Oben öffnet sich ein prachtvolles Panorama (neben einem verfallenen Häuschen). Ca. 30 m westlich des Häuschens sucht man sich eine Lücke im Gestrüpp (Steinmännchen, verwachsener Einstieg), wo ein schöner Steig in die nahen Olivengärten hinunterführt. - Der Fahrweg, den man erreicht, führt wieder zum Anfang des verborgenen Tals zurück. Ab dort folgt der Rückweg dem Herweg.

(9) Evangelistria (5 km, 3-4 Stunden, 600 Höhenmeter)

Man beginnt wie (8). Nachdem man den schönen Ausblick von der ersten Ruine genossen hat, sucht man auf ihrer Ostseite unter dichten Föhren den Anfang des Steiges der hoch zu dem markanten Felskopf am Ende des "Verborgenen Tales" führt. Der Weg schlängelt sich durch lockeren Föhrenwald mal am Grat, mal mehr im Tal hoch, bis man wieder bei einer Ruine auf dem Grat mit herrlichem Rundblick landet. Bei der Ruine endet ein Fahrweg von Osten kommend. Ihm folgt man leicht bergab 300 m bis er sich nach einer langen Linkskurve mit der ziemlich erodierten alten Zufahrt zum Evangelistria-Steig trifft. Der Steig beginnt bei einer Art Parkplatz unter dichtem Buschwald, ist teils in den Fels gehauen, teils betoniert, jedenfalls ab hier eindeutig. Er beginnt also auf der - von Limnionas ausgesehen - Rückseite des Felskopfes der über dem verborgenen Tal thront. Rückweg vom Kloster gleich wie Aufstieg. Achtung: Die Strasse von Votsalakia aus zum Evangelistria-Parkplatz ist nur mit Allrad befahrbar.

(10) Variante zu (8) "Ruinen Rundweg" (3-4 km, 1.5 Std)

Man geht ca. 400 m von der Einmündung der Limnionasstrasse auf der Hauptstrasse Richtung Votsalakia, wo kurz nach einer S-Kurve links ein Schotterweg mündet (ein helles würfelförmiges Häuschen unterhalb der Hauptstrasse markiert den Punkt). Man quert den Schotterweg und sucht sich den markanten Strommast mit doppelter Abspannung. Davon rechts (östlich) strebt man durch die Oliven hoch an den Rand eines undurchdringlich scheinenden Buschwerks (obere Grenze Oliven). Doch da gibt es ein Loch im Busch (links) das einen uralten Pfad frei gibt, der romantisch hochzieht über Lichtungen bis zu 2 verlassenen Häusern mit Backofen, Gärten. Schöner Rundblick. Im März ein Anemonenmeer. Zurück entweder den selben Weg, oder bergseits des oberen Hauses dem Pfad folgend durch den Busch an den Bachgraben, der unter den Häuschen hochzieht. Man überquert das trockene Gerinne und geht weglos nach Westen durch die Olivengärten aufwärts bis man auf den Fahrweg bzw. Pfad stösst, der gemäss Anfangstrecke (8) in den breiten Canyon und zurück zur Limnionasstrassenmündung führt.

(11) Küstenweg nach Psili Amos (Goldsand) (etwa 1 Stunde, 3 km)

Anfangs wie Wanderung 5, aber dann am Ostende des Plateaus, von dem nach oben zur Hauptstrasse führenden Schotterweg rechts steil in den Canyon absteigen (Schotterweg). Neuerdings ist dort ein Zaun und ein Eisentor (2008). Sollte man dort nicht absteigen können, gibt es 50 m bergauf eine zweite Traverse des Canyon. Auf der anderen Seite wieder hoch, dann durch die Olivengärten nach Ost sucht man den Pfad der sich nahe am Abbruch zum Meer durch den Buschwald schlängelt (alte Eselroute Marathokampos-Limnionas). Man erreicht dann nach einiger Zeit das Westende des grossen Strandes von Psili Amos, der die einzigen Sanddünen der Region hat, mit ganz charakteristischer Dünenflora und Pankratius-Lilie. Man verlässt den Stand am "offiziellen" Zugang der zugehörigen Appartementsiedlung und erreicht die Hauptstrasse. Entweder auf dieser zurück nach Limnionas, oder ihr nach Votsalakia folgen (weitere 1.5 km) und von dort Taxi zurueck nehmen. Das Restaurant an der Klippe unmittelbar an der Strasse ist sehr zu empfehlen, und sei es nur zu einem "Ouso" (kleiner griechischer Snack mit Ouso).

(12) Pytagoras Grotte (12-15 km, 5-6 Stunden Gehzeit, etliche Höhenmeter, Tagestour)

Nichts für zufuss im Sommer, zu heiss. Aber in der kühleren Jahreszeit eine wunderschöne, längere Wanderung. Man folgt zuerst Route (9) bis zur Evangelistriastrasse. Folgt dieser bergab, hält sich dann wo es sich anbietet nach links und landet irgendwann auf der von Votsalakia kommenden Zufahrt zur Grotte. Gelegentlich gibt es Hinweisschilder. An einer kleinen Kirche vorbei, folgt man der Strasse ziemlich lang hoch, bis sie den Bach in einer Spitzkehre quert (Taverne am Felsen) und dort mehr oder weniger endet (es zieht noch ein Ast rechts aus dem Graben raus). Bei der Taverne steigt man über Steintreppen zur Grottenkirche hoch. Zurück folgt man der Strasse nach Votsalakia, aber bevor sie asphaltiert links zum Ort zieht, quert man den Bach und folgt rechts einem Fahrweg, der einen beim Pumphäuschen an die Hauptstrasse nach Limnionas bringt. Von dort ca. 3 km auf der Hauptstrasse zurück. Natürlich kann man sich den Anstieg übers verborgene Tal sparen und hier beim Pumphäuschen beginnen (Variante light).

Empfehlenswerte längere Wanderungen ausserhalb der Region Limnionas:

(A) "Kamposweg" (siehe separate ausführliche Beschreibung)

Dieser ca 5 km lange Weg beginnt unterhalb Marathokampos an der letzten scharfen Kurve (Anfahrt mit Schulbus am frühen Morgen oder Taxi) und endet am Westende von Votsalakia. Oberhalb einer burgartigen Villa mit Zinnen am Oberrand des Baugebietes von Votsalaki zweigt an der Aussenseite der scharfen Strassenkurve ein alter gepflasterter Eselsweg ab. Schöne alte Steinbrücke über den Bach. Kulturland und alte, malerische Kirche Ag. Georgios. Rückweg zu Fuss, der Wanderung 11 in umgekehrter Richtung folgend, sonst Taxi ab Votsalakia. Gegen 14 Uhr käme an Wochentagen auch der Schulbus in umgekehrter Richtung in Frage. Dies ist eine sehr attraktive Wanderung auch für nicht "Berggängige", meist bergab, in "leichtem" Gelände. Siehe separate Beschreibung.

(B) Drakei - Seitani - Potami - Karlovassi

Mit dem Taxi, am besten früh morgens, nach Drakei (ca 30 Minuten). Dort sucht man den Anfang des Wanderweges nach Potami. Nach Ueberqueren eines Rückens mit Gärten kommt man auf eine Forststrasse die an den Grund eines breiten Tales mit Zypressenwald führt, dort die Bachtrasse quert und am, jenseitigen Hang z. T. in den Fels geschlagen hoch zieht. Ziemlich am Ende dieser Sackgasse (es sollte einmal eine Strasse nach Karlovassi hier entstehen), zweigt nach links der Wanderweg ab. Rote Punktmarkierung. Zuerst durch eine alte Waldbrandfäche, windet sich der Weg dann durch üppigen Buschwald zur berühmten Megalo Seitani Bucht und, nach 30 min, zur Mikro-Seitani Bucht. Zum Schluss muss man wieder einiges an Höhenmetern bewältigen um auf den Fahrweg nach Potami zu kommen. Wenn man ein Mobiltelefon hat ruft man sich vom Taxistandplatz Karlovassi ein Taxi her (22730-30777 Abholung: 'end of Potami beach') und lässt sich nach Limnionas fahren. Sonst muss man halt die 3 km zufuss bis Karlovassi, wo übrigens an Wochentagen um ca 13 Uhr ein Autobus nach Limnionas-Drakei geht.

(C) Kerkis - Vigla 1440 m

(a) via Evangilistria mit Route 9, von dort etwa 2h bis Ag. Ilia Kirche, von dort eine weitere Stunde zum Vigla Gipfel. (b) Es gibt eine separate Beschreibung der 'kühleren' Nord-Route für die heisse Jahreszeit ab Forstsstrasse Kalithea-Drakei. (c) Abenteuervariante: Man kann auch von Marathokampos oder über Karlovassi, Leka, Ag. Nikoludes, Kosmadei bis auf den Sattel von und nach Marathokampos (Allrad) hochfahren und sich dort wild (ohne Weg) eine Route auf den Kamm von Ag. Ilia suchen (ohne Gewähr). Bei sich ankündigendem Nebel in JEDEM Fall sofort umkehren und die Abstiegsroute fest einprägen.